Fotoschule - Teil 1
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Möchtest du dein Pferd fotografieren, bekommst es aber vielleicht nicht ganz hin? Möchtest du die Grundlagen der Pferdefotografie lernen? Dann ist dieser Minikurs genau das Richtige für dich!
In diesem ersten Teil werden wir das Licht durchgehen. Worauf man achten sollte und wie man das Fotografieren erleichtern kann. Dies sollte als Tipps und Grundanleitung gesehen werden, nicht als exaktes Handbuch zum Fotografieren. Es kann ein guter Start sein, bevor man selbst weiter experimentiert.
Licht
Was das Licht angeht, ist nicht immer mehr besser. Ein später Abend, wenn es dunkel ist, ist natürlich schwieriger zu fotografieren, aber nicht immer sorgt ein sonniger Mittag für das weichste Licht. Persönlich fotografiere ich gerne im Schatten oder morgens/abends, wenn das Licht weicher ist. Man vermeidet das harte Licht, das auch harte Schatten erzeugt.
Du wurdest wahrscheinlich selbst schon einmal fotografiert und hast dabei die Sonne direkt in den Augen gehabt. Dann weißt du, dass es sehr unangenehm ist, so fotografiert zu werden, und man neigt dazu, die Augen zusammenzukneifen. Das Fotografieren wird angenehmer, wenn man das vermeidet, und das Gefühl sowohl beim Fotografieren als auch in den Bildern ist ein ganz anderes. Wie du fotografierst oder wie du das Pferd posierst, beeinflusst also auch das Gefühl während des Fotografierens.
Beispiele für verschiedene Lichtverhältnisse
Schatten
Das Fotografieren in schattigen Bereichen kann gut sein, um das harte und direkte Sonnenlicht zu vermeiden. Der Schatten sorgt für weichere Beleuchtung und verringert das Risiko scharfer Schatten auf dem Pferd.
Morgen- und Abendlicht:
Auch Morgen- und Abendlicht sorgt für ein weiches Licht, wenn die Sonne niedrig am Himmel steht. Dies erzeugt ein warmes Licht, das die Farbe des Pferdes verstärken und weiche Kontraste schaffen kann.
Gegenlicht bei Sonnenuntergang:
Fordere dich selbst heraus, indem du mit Gegenlicht bei einem Sonnenuntergang experimentierst. Das kann schöne Silhouettenbilder erzeugen, bei denen die Konturen des Pferdes vor dem farbenfrohen Himmel hervortreten.
Tage mit starkem Licht:
An Tagen mit intensivem Sonnenlicht kannst du erforschen, wie das starke Licht die Farbtöne des Pferdes hervorhebt. Achte darauf, Überbelichtung zu vermeiden, indem du die Kameraeinstellungen anpasst.
Indem du offen dafür bist, verschiedene Lichtszenarien zu erkunden, wirst du entdecken, was am besten geeignet ist, um das Pferd und das, was du zeigen möchtest, hervorzuheben. Scheue dich nicht, die einzigartigen Bedingungen auszuprobieren, die jeder Tag und jeder Ort bietet.
Grundlegende Tipps
Die Sonne direkt vor der Kamera oder direkt hinter der Kamera zu haben, sollte im Allgemeinen vermieden werden, da dies starkes Gegenlicht bedeutet, das schwer zu fotografieren sein kann.
-Vor der Morgendämmerung und nach der Abenddämmerung zu fotografieren ist schwierig, da das begrenzte Licht bedeutet, dass Sie mit Belichtungszeit, ISO und Blendenöffnung ausgleichen müssen.
Posieren
Beim Posieren des Pferdes für ein Foto gibt es einige Grundregeln, die man beachten kann.
Grundlegende Tipps
-Vermeiden Sie es, das Pferd so zu stellen, dass das Hinterteil höher als normal ist. Ein Pferd an einem Hang zu platzieren, bei dem der vordere Teil des Körpers nach unten zeigt, ist also nicht optimal. Ein ebenes Gelände ist ein guter Anfang.
-Vermeiden Sie es, das Bild an Gelenken zuzuschneiden, sowohl beim Fotografieren als auch bei der Nachbearbeitung. Zum Beispiel in der Mitte des Vorderknies oder des Hufs kann seltsam aussehen.
-Wie man das Pferd posieren möchte, ist Geschmackssache, und viele bevorzugen verschiedene Varianten. Eine übliche Methode, das Pferd von der Seite zu fotografieren, ist, dass das Pferd mit der offenen Seite zur Kamera steht. Einfach gesagt, dass die Beine auf der Kameraseite weiter auseinander stehen als die Beine auf der gegenüberliegenden Seite. Außerdem ist es ein guter Anfang, dass das Pferd gleichmäßig auf den Beinen steht, sodass es nicht auf einem Bein lastet oder ein anderes Bein deutlich vor oder hinter dem anderen steht. Wenn es schwierig ist, das Pferd stillstehen oder wie gewünscht posieren zu lassen, bitten Sie eine andere Person um Hilfe. Es kann sehr hilfreich sein, jemanden zu haben, der das Pferd ruhig hält oder seine Aufmerksamkeit lenkt.
-Ein Pferd, das aufmerksam ist und neugierig aussieht, macht oft den besten Eindruck. Ein Wieher oder das Schütteln eines Eimers mit Kraftfutter kann helfen, das Pferd etwas neugieriger wirken zu lassen. Denken Sie daran, dass Pferde stark auf Geräusche reagieren können, und seien Sie vorsichtig mit Geräuschen und Bewegungen, um das Pferd nicht zu erschrecken. Lesen Sie seine Körpersprache und brechen Sie ab, wenn Sie Anzeichen von Unbehagen oder Angst bemerken.
Kameraplatzierung
-Als Grundregel empfiehlt man, die Kamera/das Handy auf Höhe des Kopfes/Auges des Pferdes/Reiters zu halten. Natürlich können Sie mit höherer oder niedrigerer Position experimentieren, aber das kann die Perspektive verzerren. Niedrige Winkel lassen Objekte größer und beeindruckender wirken, während hohe Winkel eine übersichtliche Ansicht schaffen und das Objekt kleiner erscheinen lassen.
-Die Verwendung von Fisheye oder einem „Zoom“ unter 1x am Handy kann Verzerrungen verursachen und die Proportionen des Pferdes beeinflussen, wodurch ein unrealistisches Bild entsteht.
-Bewegen Sie sich in Relation zum Pferd. Zoom an Handy oder Kameraobjektiv kann man natürlich verwenden, aber sich selbst ein wenig vorwärts oder rückwärts zu bewegen, kann einen großen Unterschied machen.
Wir hoffen, dass dieser erste Teil einer zweiteiligen Fotoschule lehrreich und interessant war und Ihnen hilft, noch bessere Fotos von Ihrem Pferd zu machen.
Haben Sie Fragen oder Wünsche zu zukünftigen Artikeln? Schicken Sie uns eine E-Mail an support@zaczess.com .